Egon Schiele

Besuch im Leopold Museum der Klasse 7E / MMag.a Renate Kehldorfer

Veröffentlicht am 08.03.2018

Einst Schüler hier - heute weltberühmt
im Gedenken an das hunderste Todesjahr Egon Schieles

Egon Schiele gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts.
Während seiner Schulzeit am Gymnasium Klosterneuburg schuf er seine ersten künstlerischen Arbeiten. Sein Lehrer für Freihandzeichnen, Ludwig Karl Strauch, bewirkte, dass Egon Schiele mit 16 Jahren die Aufnahmeprüfung an der Akademie der Bildenden Künste machte und aufgenommen wurde. In der Zeit um 1907 lernte er Gustav Klimt, der bereits ein anerkannter Künstler der Wiener Gesellschaft war, kennen. Stark beeindruckt von Klimt, waren seine ersten Arbeiten noch vom Jugendstil beeinflusst.
Gut vorbereitet, machten wir uns auf den Weg ins Leopold Museum Wien.
Die Sammlung beinhaltet über 40 Gemälde und 180 Arbeiten auf Papier. Sie ist die größte und bedeutendste Schiele-Sammlung der Welt.
Besonders beeindruckt haben uns das Selbstportrait mit Lampionsfrüchten, welches im Vorfeld im Unterricht analysiert wurde und das Portrait seiner Lebensgefährtin Wally Neuzil. Das Frauenportrait wurde 1998 im Museum of Modern Art nach der Schiele Ausstellung beschlagnahmt. Das Bild kehrte erst nach langjährigem Rechtsstreit, 12 Jahre später, wieder nach Wien in sein Zuhause zurück.
In Schieles Werken spiegeln sich starke Emotionen in expressiv zeichnerischer und malerischer Weise wider. Er zählt mit seinem Werk zu den wichtigsten Expressionisten Österreichs. Wir sahen die unterschiedlichsten Selbstportraits, Portraits, Akte, Studien und Gemälde zu den verschiedensten Themen. Durch die Verwendung seiner herbstlich, winterlichen Farbpalette verleiht er seinen Werken den Ausdruck des Vergehens und verbreitet eine melancholische Stimmung.
Wir suchten uns in Gruppen unser Lieblingsbild aus, beschrieben, analysierten und interpretierten es gemeinsam.
Die Ausstellung diente uns als Inspirationsquelle für unsere eigenen Selbstportraits die im Kunstunterricht entstanden sind. Zu sehen sind unsere Arbeiten in Gang EG Altbau unserer Schule.