Exkursion der 8E

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes Gedenkstätte Steinhof Mahnmäler in Wien

Veröffentlicht am 30.09.2019

Am 24. Sep­tem­ber 2019 beschäf­tigte sich die Klasse 8E im Rahmen einer Exkur­sion in Wien mit den Themen Öster­reich zur NS-Zeit“ („Shoa“, Eutha­na­sie“) sowie mit der öster­rei­chi­schen Gedenk- und Erin­ne­rungs­kul­tur anhand von Mahn­mä­lern.

Erste Sta­tion der Exkur­sion war das Mahn­mal für die Opfer der Gestapo“ am Mor­zin­platz (ehe­ma­li­ges Hotel Metropol/​in der NS-Zeit Gestapo-​Hauptquartier/​heute Leo­pold-Figl-Hof).

In der Dau­er­aus­stel­lung des DÖW ver­mit­tel­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler anhand von Refe­ra­ten vor allem die Themen Juden­ver­fol­gung und Shoa“, aber auch die Ver­fol­gung Homo­se­xu­el­ler und ande­rer Opfer­grup­pen sowie den Umgang des offi­zi­el­len Öster­reichs mit seiner Geschichte.
(Infor­ma­tio­nen unter: http://​www​.doew​.at/​e​r​k​e​n​n​e​n​/​a​u​s​s​t​e​l​l​u​n​g​/​d​a​u​e​r​a​u​s​s​t​e​llung)

Zwei wei­tere Mahn­mä­ler am Juden­platz (2000) sowie im Otto-Wagner Spital/​Gedenkstätte Stein­hof (2003) zeig­ten die (späte) Aner­ken­nung der ver­schie­de­nen Opfer­grup­pen bzw. das Geden­ken sei­tens Öster­reichs.

Die Füh­rung in der Gedenk­stätte Stein­hof gab Ein­bli­cke in die NS-Medi­zin“ und das Leben der Kinder und Jugend­li­chen in der ehe­ma­li­gen Anstalt Am Spie­gel­grund“.
Einen beson­ders star­ken Ein­druck hin­ter­lie­ßen die Lebens­ge­schich­ten dieser Men­schen, die der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­fol­gung, Inter­nie­rung und Tötung in der Zeit von 1940 – 1945 aus­ge­setzt waren.
(Infor­ma­tio­nen unter: http://​gedenk​staet​test​ein​hof​.at/)

Der Besuch von his­to­ri­schen Orten und Gedenk­stät­ten kann immer wieder Anknüp­fungs­punkt für die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Ver­gan­gen­heit – in diesem Fall mit der NS-Zeit – sein. Diese Orte sind Stät­ten des Geden­kens an die ver­schie­de­nen Opfer­grup­pen, zeigen uns aber auch die Mit­ver­ant­wor­tung der eige­nen Gesell­schaft an den natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­bre­chen auf.
Die Ant­wort auf die Frage, warum wir diese Orte – gerade auch im Schul­un­ter­richt – besu­chen sollen, kann uns ein Zitat des ehe­ma­li­gen deut­schen Bun­des­prä­si­den­ten Richard von Weiz­sä­cker geben: 

Die Jungen sind nicht ver­ant­wort­lich für das, was damals geschah. Aber sie sind ver­ant­wort­lich für das, was in der Geschichte daraus wird.«