Römermuseum und Inschriftentour der 7C in Wien

Veröffentlicht am 17.09.2015

Am 23. April besuch­ten wir, die 7C, im Rahmen des Moduls Europa/​Austria Latina“ das Römer­mu­seum in Wien. In dem klei­nen Museum erfuh­ren wir vieles über das All­tags­le­ben eines Römers und die römi­sche Stadt Vin­do­bona im Spe­zi­el­len, sodass wir viele direkte Ver­glei­che zum heu­ti­gen Wien auf­stel­len konn­ten. Der Bogen wurde von den Aquä­duk­ten bis zur puls“ (Brei, den die Sol­da­ten zum Abend­es­sen geges­sen haben), die bis heute auf einem Löffel kon­ser­viert erhal­ten geblie­ben ist, gespannt. Im Keller gibt es sogar noch eine ori­gi­nale Hei­zung (Hypo­cau­s­tum), über welche heute die Fiaker fahren, da diese Funde etwa 3 Meter unter dem der­zei­ti­gen Stra­ßen­ni­veau liegen. Nach dem Muse­ums­be­such und einem klei­nen Zwi­schen­stopp im Eis­ge­schäft haben wir noch eine Inschrift­en­tour durch die Innen­stadt gemacht, um unsere Latein­kennt­nisse einmal beim Über­set­zen diver­ser Inschrif­ten anwen­den zu können. Nun wissen wir, was auf den Wid­mungs- und Errich­tungs­ta­feln von Pest­säule, Ver­lo­bungs­brun­nen, Juden­platz und Co. steht. Da jeder Buch­stabe Geld kos­tete, wurden viele Abkür­zun­gen ver­wen­det, die zwar einst sehr gängig waren, uns heute aber vor so manche Her­aus­for­de­rung beim Über­set­zen stel­len. So stehen die Buch­sta­ben C S S M L auf dem Bene­dik­tus­kreuz am Schot­ten­stift, die uns auf den ersten Blick hin viel­leicht rät­sel­haft und sinn­los erschei­nen, in Wahr­heit für die Worte Crux Sacra Mihi Lux!“, also Das hei­lige Kreuz sei mir Licht!“. Mit ein biss­chen Hilfe konn­ten wir die Kryp­to­gramme aller­dings ent­schlüs­seln und über­set­zen. Es war ein sehr netter und lehr­rei­cher Aus­flug.