Kochen wie Apicius

Workshop der 7AEN

Veröffentlicht am 13.02.2018

Statt einer römi­schen culina“ (Küche) musste die Küchen­zeile aus der Nach­mit­tags­be­treu­ung genü­gen, das tri­cli­nium“ (römi­scher Spei­se­raum mit 3 Klinen=Liegebetten) wurde ersetzt durch unser bekannt nüch­tern-nütz­li­ches Inven­tar, bestehend aus Tisch und Sessel. Auch das berüch­tigte garum“ (eine abun­dant ein­ge­setzte Fisch­soße) wurde nur in moder­ner, harm­lo­ser Vari­ante ver­wen­det.
Aber das waren auch schon die ein­zi­gen kuli­na­ri­schen Zuge­ständ­nisse an die Jetzt­zeit. Ansons­ten erwie­sen sich die Schü­le­rIn­nen der 7AEN als wahre coqui Romani (römi­sche Köche), die aus dem anti­ken Koch­buch des Api­cius 12 Rezepte in schmack­hafte Spei­sen ver­wan­del­ten.
Zwar koch­ten sie keine Fla­min­go­zun­gen und Schwein­seu­ter, aber gefüllte Dat­teln (dulcia dome­stica), Linsen mit Kas­ta­nien (lenti­cu­lam de cas­ta­n­eis), Numi­di­sches Huhn (pullum Numi­di­cum), Getrei­de­brei (puls) und andere Köst­lich­kei­ten.
Abschlie­ßend genos­sen alle den cibus meri­dia­nus (Mit­tag­es­sen) und wuss­ten:
De gus­ti­bus non es dis­putan­dum – die Römer hatten wirk­lich Geschmack!

Sabine Szet­tele