Literaturpreis! Klosterneuburg 2019

Literatur über Mensch und Tier

Veröffentlicht am 20.12.2019

Bären, Pan­ther, Stiere, Vögel, Hunde, Katzen: Diese Tiere bevöl­kern die Preis­trä­ger­texte des Literaturpreis!Klosterneuburg, der heuer zum zwei­ten Mal ver­ge­ben wurde. Im Fest­saal der Bezirks­haupt­mann­schaft der Stadt wurden die besten Texte aus rund 120 Ein­rei­chun­gen aus­ge­zeich­net und im Rahmen von Lesun­gen durch die Mit­glie­der der Jury ent­spre­chend gewür­digt.

Ein Fest für junge Lite­ra­tur
Es war ein ganz beson­de­rer Abend für die jungen Schrei­be­rin­nen und Schrei­ber, die sich am 12. Dezem­ber zum Teil in Beglei­tung ihrer Eltern zur Preis­ver­lei­hung ein­fan­den. Wäh­rend drau­ßen still der Schnee fiel, wurde es drin­nen mucks­mäus­chen­still, als das Geheim­nis der dies­jäh­ri­gen Preis­trä­ger gelüf­tet und deren Texte gele­sen wurden. Texte übri­gens, die sich in diesem Jahr der uralten und inten­si­ven Bezie­hung zwi­schen Mensch und Tier wid­me­ten – und die Publi­kum und Jury durch ihre inhalt­li­che Viel­falt und das hohe sprach­li­che Niveau beein­druck­ten. Auch Bil­dungs­stadt­rä­tin DI Dr. Marie-The­rese Eder befand: Humor und Witz auf der einen, tiefe Ernst­haf­tig­keit auf der ande­ren Seite. Es ist groß­ar­tig, was die jungen Men­schen hier zeigen.“ 

Groß­ar­tig ist auch das Inter­esse am krea­ti­ven Schrei­ben. Gegen­über dem ersten Wett­be­werb 2018 hat sich die Zahl der Ein­rei­chun­gen heuer ver­dop­pelt. Das ist tat­säch­lich bemer­kens­wert, denn, so betonte die Direk­to­rin des BG Klos­ter­neu­burg Mag. Hemma Poledna in ihrer Fest­rede: Beim Schrei­ben muss ich meine Gedan­ken voll­stän­dig auf eine Sache hin­len­ken. Ich muss mich wirk­lich hin­set­zen – und das kann in unse­rer Gegen­wart schon harte Arbeit sein.“ Inso­fern sei auch jeder, der Zeit und Mut gefun­den habe, mit­zu­schrei­ben, schon ein Gewin­ner. Da war es nur kon­se­quent, dass es nicht nur bunte Sackerln mit attrak­ti­ven Geld- und Sach­prei­sen für die Erst­plat­zier­ten gab, son­dern weiße Rosen für alle Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer.

Über­ra­schung des Abends: Franz Kafka-Lite­ra­tur­preis
Neben der Aus­zeich­nung der besten drei Texte aus den Kate­go­rien 11 – 12 Jahre, 13 – 14 Jahre und Ober­stufe, wurde heuer erst­mals ein wei­te­rer Preis, der Franz-Kafka Lite­ra­tur­preis ver­ge­ben. Gestif­tet von Bür­ger­meis­ter Mag. Stefan Schmu­cken­schla­ger, knüpft Klos­ter­neu­burg damit an seine Bedeu­tung an. Franz Kafka hat seine letz­ten Lebens­mo­nate in dieser Stadt ver­bracht.

Lite­ra­tur leben­dig halten
Das ist das gemein­same Anlie­gen aller Betei­lig­ten am Literaturpreis!Klosterneuburg, an dem Schü­le­rin­nen und Schü­ler zwi­schen 11 bis 18 Jahren mit­schrei­ben können. Koor­di­niert vom Gym­na­sium Klos­ter­neu­burg sind die Mit­tel­schu­len Her­mann­straße und Lang­stö­ger­gasse ebenso mit an Bord wie das frisch gegrün­dete Erz­bi­schöf­li­che Pri­vat­gym­na­sium. Das freut auch Bil­dungs­stadt­rä­tin DI Dr. Marie-The­rese Eder, die das Pro­jekt von Seiten der Stadt­ge­meinde tat­kräf­tig unter­stützt. Das Schöne am Literaturpreis!Klosterneuburg ist, dass wir damit die Kultur des Erzäh­lens pfle­gen und zugleich den Aus­tausch zwi­schen den Schu­len in unse­rer Stadt stär­ken.“ Dass dieses Pro­jekt vom per­sön­li­chen Enga­ge­ment vieler lebt, betonte auch Dir. Mag. Hemma Poledna: Wir können diesen Preis nur ver­lei­hen, weil da eine tat­kräf­tige Gruppe von Leh­re­rin­nen dahin­ter ist, die dieses eigen­sin­nige und schöne Pro­jekt tragen.“ Sie mögen es wei­ter­tra­gen, damit es auch im nächs­ten Jahr wieder heißt: Schreib, wenn du kannst!“