Podiumsdiskussion "Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht"

Veröffentlicht am 28.05.2019

Am 16. Mai 2019 fand aus Anlass des 75. Gedenk­ta­ges der Hin­rich­tung des Chor­her­ren, Leh­rers und Wider­stands­kämp­fers Roman Karl Scholz durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten eine Podi­ums­dis­kus­sion zum Thema Wider­stand“ im Dr. Rudolf Koch – Saal statt. Ver­an­stal­tet wurde dieser Abend von der Klos­ter­neu­bur­ger Aka­de­mie – dem Vor­trags- und Dis­kus­si­ons­fo­rum der katho­li­schen Stu­den­ten­ver­bin­dun­gen – zusam­men mit dem BG/BRG Klos­ter­neu­burg.

Nach einer Ein­lei­tung in das Thema mit einem Kurz­vor­trag zum Leben und Wirken von Roman Scholz durch Dr. Rudolf Koch dis­ku­tierte ein hoch­ka­rä­tig besetz­tes Podium zu Fragen wie Was ist über­haupt Wider­stand bzw. Zivi­ler Unge­hor­sam?“, Gibt es im demo­kra­ti­schen Rechts­staat ein Recht auf Wider­stand?“ oder Haben Men­schen in gewis­sen Situa­tion eine mora­li­sche Ver­pflich­tung zu Wider­stand“.

Dr. Helmut Brand­stät­ter (Her­aus­ge­ber des Kurier), Prof. Dr. Ger­hard Luf (Eme­ri­tier­ter Insti­tuts­vor­stand der Rechts­phi­lo­so­phie), Mag. Ste­phan Roth (Doku­men­ta­ti­ons­ar­chiv des Öster­rei­chi­schen Wider­stan­des) und Prof. DDr. Hans Schelks­horn (Vor­stand des Insti­tuts für Christ­li­che Phi­lo­so­phie) erör­ter­ten unter der Mode­ra­tion von Mag. Chris­tian Rohrin­ger und Mag. Katha­rina Neu­ho­fer und unter reger Betei­lung des Publi­kums grund­sätz­li­che, aber auch aktu­elle Fragen zu dieser The­ma­tik.

Bei­spiel­haft soll das Schuss­wort von Pro­fes­sor Luf an dieser Stelle Erwäh­nung finden: 

Wir soll­ten alles tun, damit wir nicht eine Situa­tion kommen, Wider­stand leis­ten zu müssen. Die Frage ist, was können wir dafür tun. Hinter Men­schen­rech­ten steckt ein Anspruch: Jeden Men­schen als Men­schen anzu­er­ken­nen und zu respek­tie­ren, weil er Mensch ist.«