Rap oder nicht Rap?

Latein-Unterricht in der 4D

Veröffentlicht am 21.12.2018

Das war die große Frage, als die Schü­le­rin­nen und Schü­ler das Ange­bot“ ihrer Leh­re­rin beka­men, doch aus der Welt der Römer einen Mythos oder ein his­to­ri­sches Ereig­nis ihrer Wahl in Form eines Raps, der auch ver­filmt werden sollte, zu rezi­pie­ren. Wir können doch nicht singen!“ – wurde uni­sono rebel­liert. Nun: Als Ergeb­nis liegen vor 2 Filme zu den his­to­ri­schen Ereig­nis­sen um: die Erobe­rung Gal­li­ens“ und Han­ni­bal“ und 3 Filme aus dem Bereich des Mythos: Orpheus und Eury­dike“, Paris und Helena“ und Die Ent­ste­hung Roms“

Die Frage, ob Rap oder nicht, liegt im Ohr des Hörers. Eins ist aber gewiss:
Krea­ti­vi­tät kennt keine Gren­zen. Und Spaß auch nicht.

Fru­en­dum est!
Sabine Szet­tele


Die Erobe­rung Gal­li­ens


Orpheus und Eury­dike

Orpheus’ gött­li­cher Gesang war lang.
Er konnte wilde Tiere zähmen,
auch Bäume konn­ten seinen Gesang auf­neh­men.

Er erweichte auch das Herz einer hüb­schen Frau. Genau!
Sie hieß Eury­dike, so schöne Augen wie der See
und leicht wie eine Fee!

Nach der Hoch­zeit starb Eury­dike durch den Biss einer Schlange
und Orpheus weinte lange.
Er weinte wie ein Baby,
aber sagte: Ich hol sie, maybe.“
Er stieg in den Tartarus hinab und sah auf hohem Throne:
Pluto und seine Gattin Per­se­phone.

Er sang über die Liebe und über seinen Schmerz,
das brach allen das Herz.
Tan­ta­lus holte kein Wasser
und seine Augen wurden nasser.
Sisy­phus setzte sich auf seinen Stein.
Bei diesem Gesang sagte das Königs­paar nicht Nein. 

Die Köni­gin meinte aber zu Orpheus: Wir geben dir Eury­dike unter einer Bedin­gung zurück:
Du darfst dich nicht, nein, nicht einmal ein klei­nes Stück
nach ihr wenden,
sonst wirst du den Weg zur Ober­welt ver­schwen­den.
Einen wei­te­ren Ver­lust,
ohne deine Lust!?“

Sicher dreh ich mich nicht um,
schließ­lich bin ich ja nicht dumm!
Wir kommen hier rasch hinaus
und eilen dann sofort nach Haus.“

Der Pfad war hart. Er sah schon die Sonne
und hätte bei­nahe sie zurück­ge­won­nen.
Doch er hat sich nach ihr umge­dreht,
wes­halb er ab nun wieder ohne sie lebt.
Lena, Marie, Lilly und Kath­rin


Helena steppt nach Troja

Bei der Hoch­zeit von Thetis und Peleus war’n sie alle ein­ge­la­den,
nur Dis­cor­dia nicht, doch diese tauchte auf, Wut-gela­den.
Sie warf den fres­hen Apfel, »für die Schönste« stand darauf
und Peleus fing ihn auf.
Er gab das coole Stück an Zeus, aber der konnte nicht dienen.
So ging er zu Paris, dem Prin­zen aus Troja,
dieser half ihnen, oh ha.
Hera, Minerva und Venus woll­ten den Apfel alle shpo­cken,
doch nur Venus konnte Paris über­zeu­gen.
Die heiße Schnitte Helena wurde ihm ver­spro­chen,
das Pro­blem aber war,
dass diese schon ver­ge­ben war.
So fuhr der junge Swag­ger nach Grie­chen­land
und traf seine Liebe im schö­nen Gewand.
Leider war Mene­laos ihr Mann,
der feige Dumm­kopf, der nichts kann.
Paris schleimt sich bei ihm ein, die Schleim­spur ist schon rie­sen­groß
und Mene­laos setzt Helena quasi schon auf Paris‹ Schoß.
Er selbst ver­se­gelt plötz­lich, was Paris happy macht.
Und schon hat er Helena auf sein Schiff gebracht.
So raubt er Helena, da ihr Gatte nicht der Hellste war.
Als dieser heim­kommt in ein leeres Haus,
rastet er voll­kom­men aus.
Also schickt der saure Mene­laos
seinen Bruder, und der rudert los
nach Troja, wo der Krieg beginnt,
den er hof­fent­lich auch gewinnt.
Alice, Caro, Fanny und Sebas­tian


Han­ni­bal

Han­ni­bal, der kar­tha­gi­sche Gangs­ter, war chil­lig drauf
und trieb seine Trup­pen nach Ita­lien auf.
Er ver­ließ Sagun­tum City
mit seinen Ele­fan­ten, er fand sie pretty.
Han­ni­bal verlor viele Kum­pels und Ele­fan­ten auf halber Stre­cke,
die ande­ren waren lahm wie eine Schne­cke.
Es war sehr fins­ter, also pos­tete er das auf Insta.
Der Weg über die Alpen war lang,
wes­halb er zum Zeit­ver­treib diesen Rap sang:
Ich spa­ziere chil­lig über die Alpen,
bis ich komme zu meinen Fein­den, den alten.
Ich, der Boss Kar­tha­gos, habe viele Römer gekillt,
sogar ohne einen Schild.
Außer­dem habe ich ganz Ita­lien zer­fetzt,
des­we­gen poste ich diese coole Sache ins Netz.“
Das Schick­sal wurde den anti­ken Spa­ghet­ti­f­res­sern zur Qual,
denn sie konn­ten nicht fern­hal­ten den Han­ni­bal.
Doch obwohl er sich tapfer schlug,
hatte er nicht genug Mut.
Rom City wurde ver­schont,
die Römer waren es gewohnt.
Sie mach­ten Scipio zu einem Feld­herrn gewiss,
ohne einen ein­zi­gen Kom­pro­miss.
Den Krieg in Ita­lien fanden sie billig,
also führ­ten sie ihre Trup­pen übers Meer nach Afrika willig.
Han­ni­bal eilte zurück in seine Heimat,
obwohl er Ita­lien nicht gerne ver­ließ.
Den­noch besiegte Scipio die kar­tha­gi­schen Trup­pen,
sie ver­tei­dig­ten sich nur wie Puppen.
Dann flüch­tete Han­ni­bal geschwind,
feige wie ein klei­nes Kind.
Scipio bekam den Namen Afri­ca­nus“
und Han­ni­bal brachte sich um.
Adrian, Clara und Karim


Die Ent­ste­hung Roms

Alles begann mit Procas,
dem König Alba Longas.
Er wollte dem Sohn Numi­tor die Herr­schaft geben,
doch Amu­lius, der Jün­gere, wollte sie sich nehmen.
Amu­lius stieß seinen Bruder vom Thron,
machte dessen Toch­ter zur Ves­ta­lin und verbot ihr einen Sohn.
Doch Mars hatte seine Finger im Spiel.
Zwei Neffen wurden Amu­lius zu viel.
Er setzte sie aus am Tiber.
Keine Erben, das war ihm lieber!
Romu­lus und Remus waren alleine im Wald,
dort war ihnen bitter kalt.
Sie wein­ten sehr,
die Tränen wurden immer mehr.
Zur Ret­tung nahm sie eine Wölfin auf,
Sie zog sie mit ihren klei­nen Jüng­lin­gen auf.
Bald fand sie ein Hirte,
der mit ihnen nach Hause mar­schierte.
Er zog sie auf
und ließ dem Leben seinen Lauf.
Mit den Hirten Numi­tors ver­krach­ten sie sich
und wurden zu ihm gebracht.
Der Opa erkannte sie,
die Freude war groß,
doch was Amu­lius tat,
ließ die Brüder nicht los.
Sie töte­ten den Onkel,
setz­ten Numi­tor wieder auf den Thron.
Für die Enkel gab es eine Stadt als Lohn.
Doch die zwei Brüder began­nen darum zu strei­ten,
so muss­ten die Götter ent­schei­den:
Romu­lus gewann,
Remus wollte es nicht fassen,
wollte sich das nicht gefal­len lassen.
Er sprang über die Mauer,
da wurde Romu­lus rich­tig sauer.
Romu­lus tötete Remus
und schon ging´s weiter.
Doch wo waren die Frauen?
Die muss­ten sie sich erst von den Sabi­nern klauen!
Sie luden sie zum Thea­ter ein
und nahmen sie mit in ihr Heim.
Den Män­nern der Sabi­ne­rin­nen gefiel das nicht,
die Frauen zu holen war Pflicht.
Doch die wurden gut behan­delt,
wes­halb sich deren Sinn wan­delt.
Nun lebten sie alle zusam­men,
ohne jeman­den zu ver­ban­nen

Anna, Bet­tina und Elena