Römerfest in Klosterneuburg - Arrianis ruft, wir folgen!

mit römischem Speisezimmer, informativen Schautafeln, antiken Rezepten, Kleidung und vielem mehr

Veröffentlicht am 22.06.2018

Als Stadt und Stift Klos­ter­neu­burg anläss­lich der heu­ri­gen Aus­stel­lung Römer­la­ger Arria­nis“ auch ein Römer­fest plan­ten, wurde das Gym­na­sium ein­ge­la­den, sich daran zu betei­li­gen.

Da in der 5. Klasse Latein Lang­form das All­tags­mo­dul“ auf dem Lehr­plan steht, bot sich eine Teil­nahme an, denn wie die Römer sich klei­de­ten und wie bzw. was sie speis­ten, würde wohl auch die Besu­cher inter­es­sie­ren.

Schnell stand fest:

I. Wir bauen ein tri­cli­nium (= römi­sches Spei­se­zim­mer, benannt nach den 3 Klinen = Liegen)
nach! Natür­lich lege artis, in typisch pom­pe­ja­ni­schem Stil!
II. In diesem tri­cli­nium bieten wir 8 römi­sche Spei­sen an, welche die Schü­le­rin­nen und Schü­ler nach den von Api­cius über­lie­fer­ten anti­ken Rezep­ten nach­ko­chen.
III. Dazu werden Schau­ta­feln mit Infor­ma­tio­nen über die Archi­tek­tur und das Essen der Römer gestal­tet.
IV: Und da unsere Spei­sen sicher­lich munden, soll den Gästen die Mög­lich­keit gege­ben werden, diese nach­zu­ko­chen. Also wird eine Bro­schüre mit 8 Rezep­ten und den wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen zur römi­schen Küche kon­zi­piert.
V: Auch die Klei­dung muss zum Ambi­ente passen, daher ent­ste­hen Togen, Tuni­ken, paen­u­lae (Mäntel) und Stolen.
VI: In Zeiten der Selfie-Manie gefällt es wohl auch den Besu­chern, sich in typisch römi­scher Klei­dung zu ver­ewi­gen: Dafür sorgt eine Foto­box (insta­pic­tura).
VII: Und was spricht gegen Wis­sens­ver­mitt­lung auf spie­le­ri­sche Art? – Ein Römer-Quiz gibt den Gästen die Mög­lich­keit, ihr Latein-Wissen aus­zu­lo­ten.

An Ideen man­gelte es also nicht. – Dass deren Umset­zung in vollem Ausmaß gelun­gen ist, die Schü­le­rIn­nen an ihrem Röme­rIn­nen­da­sein viel Spaß gehabt haben und ihr enga­gier­ter Ein­satz von den Besu­chern sehr gewür­digt wurde, bewei­sen fol­gende Impres­sio­nen:
Fotos

Multas gra­tias adi­uvan­ti­bus nos­tris:
Direk­to­rin Mag. Hemma Poledna
(Sie hat an uns geglaubt und unser Pro­jekt von Anfang an unter­stützt.)

Mag. Karin Binder
(Sie hat mit uns stun­den­lang Stoffe zuge­schnit­ten und als Exper­tin unsere küm­mer­li­chen Näh­kennt­nisse aus­ge­gli­chen.)

Mag. Jakob Dern­dor­fer
(Ohne seine Mus­kel­kraft beim Zu- und Abbau des tri­cli­nium wären wir kläg­lich geschei­tert.)

Mag. Iris Fried­rich
(Ihr ver­dan­ken wir die Idee für die Gestal­tung des Spei­se­zim­mers und die schö­nen Wand­de­ko­ra­tio­nen, die sie gemein­sam mit Schü­lern im Kunst­un­ter­richt gefer­tigt hat.)

Mag. Johanna Langer
(Unsere magis­tra maxima hat einen Nach­mit­tag lang, obwohl schon lange in Pen­sion, darauf geach­tet, dass beim Zuschnei­den der Stoffe keine Fehler pas­sie­ren.)

Mag. Anna Wal­cher
(Sie machte für uns die Wege zum Künst­ler­be­darf.)

Schü­le­rin­nen und Schü­lern der 5A, 5B, 5C und 7D und ihren Eltern
(Die Schü­ler haben größ­ten­teils außer­halb ihrer Unter­richts­zeit genäht, Wissen gesam­melt, Ansichts­ma­te­ria­lien kre­iert und gekocht. Die Eltern waren nicht nur Chauf­feure, son­dern haben – ebenso wie viele Lehrer – mit ihrem per­sön­li­chen Erschei­nen die Arbeit der Kinder gewür­digt.)

Stu­dium vestrum nobis maximo gaudio fuit! – Es war toll, mit euch zu arbei­ten!
Mag. Clara Anschu­ber, Mag. Yvonne Kahry, Mag. Sabine Szet­tele