TORQUENDO CEREBRI

(=Brainstorming) zu unserer Latein-Exkursion

Veröffentlicht am 14.06.2018

Am Don­ners­tag, dem 14. Juni 18, unter­nah­men wir, die Latei­ner der 7A und der 7E, in Beglei­tung unse­rer Latein­leh­re­rin Mag. Sabine Szet­tele eine Exkur­sion in die Innen­stadt Wiens, um uns auf die Spuren der Römer von Vin­do­bona zu bege­ben. Auf dem Pro­gramm stan­den: eine Füh­rung mit der Stadt­ar­chäo­lo­gin Frau Magis­ter Gais­bauer, der Besuch im Römer­mu­seum am Hohen Markt und das Über­set­zen eini­ger Inschrif­ten im 1. Bezirk. 

Nun die Top-10 Fakts, die man wissen sollte: 

  1. Die Stadt­ar­chäo­lo­gen können mit­tels des gefun­de­nen Hausrats/​Geschirrs am genau­es­ten die unter­schied­li­chen Bevöl­ke­rungs­grup­pen erken­nen und iden­ti­fi­zie­ren.

  2. Man kann noch heute auf einer Limes­straße wan­deln, wenn man z.B. auf der Her­ren­gasse geht. 

  3. Das Legi­ons­la­ger war ange­sie­delt zwi­schen der Roten­turm­straße, dem Graben, dem ehe­ma­li­gen Otta­krin­ger Bach (Tiefer Graben) und dem Donau­ka­nal.

  4. Durch einen Erd­rutsch verlor das Legi­ons­la­ger quasi eine Ecke. Legi­ons­la­ger waren ursprüng­lich näm­lich vier­eckig.

  5. Auf dem heu­ti­gen Ste­phans­platz lag einst der Fried­hof.

  6. Die Haupt­plätze wie z. B. der Ste­phans­platz ent­stan­den erst im 19. Jahr­hun­dert.

  7. Über der Natio­nal­bi­blio­thek bezeugt eine Inschrift, dass die Biblio­thek im Jahr 1726 von Kaiser Karl für das öffent­li­che Wohl (publico com­modo) geöff­net wurde. 

  8. Die Aus­gra­bung am Michae­ler­platz ist nicht ein­deu­tig geklärt, aber es han­delt sich sehr wahr­schein­lich um eine Art Drive-in“ mit ange­schlos­se­ner Repa­ra­tur­werk­statt.

  9. Nota bene: Die Steine des Weges am Michae­ler­platz sind ein­ge­färbt, um die jewei­li­gen römi­schen Stra­ßen noch heute erken­nen zu können. Exem­plo: Der Limes ist rot. 

  10. Unsere Kaiser hatten alle ein indi­vi­du­el­les Motto. Dar­un­ter findet man: 

o Viri­bus unitis (mit ver­ein­ten Kräf­ten) von Franz Joseph I
o Vir­tute et exem­plo (durch Tugend und Bei­spiel) von Joseph II
o Ius­ti­tia et cle­men­tia (durch Gerech­tig­keit und Milde) von Maria The­re­sia