Vortrag Karolin Luger

Veröffentlicht am 06.12.2021

Trotz Lock­down und lan­des­wei­tem Chaos haben 10 moti­vierte Schü­le­rIn­nen im Rahmen des Wahl­pflicht­fachs Bio­lo­gie an einer Hans-Tuppy-Lec­ture“ der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten per Zoom teil­ha­ben dürfen. Beim Gast dieses Vor­trags han­delte es sich um die öster­reich-ame­ri­ka­ni­sche Bio­che­mi­ke­rin Karo­lin Luger, die uns das Thema How it all began. Dyna­mic genome orga­niza­t­ion in humans, anci­ent bac­te­ria and giant viru­ses“ auf Deutsch Dyna­mi­sche Geno­m­or­ga­ni­sa­tion in Men­schen, Archaeen und Rie­sen­vi­ren“ näher­ge­bracht hat. Bereits seit 1999 forscht sie zunächst an der Colo­rado State Uni­ver­sity und ab 2015 mit ihrem Team an der Uni­ver­sity of Colo­rado Boul­der in diesem Gebiet.
Der Fokus in diesem Vor­trag lag auf dem Genom und dessen zwei Haupt­funk­tio­nen, die exakte Infor­ma­ti­ons­wei­ter­gabe und die Ver­füg­bar­keit von Infor­ma­tion für die Anfor­de­run­gen des Lebens. Die DNA, die unser Erbgut ent­hält, ist sehr klein ver­packt. Um sich ein Grö­ßen­ver­hält­nis vor­stel­len zu können, nannte Frau Luger uns fol­gen­des Bei­spiel: 16 km DNA-Faden würden in einen Golf­ball passen. Gleich­zei­tig kann man die DNA aber auch mit einer Kas­sette gleich­set­zen, bei der Infor­ma­tio­nen durch Ver­hed­dern ver­lo­ren gehen. Diese und viele wei­tere inter­es­sante Aspekte des Bau­plans für das Leben wurden beleuch­tet.
Von unse­rem schu­li­schen Grund­wis­sen aus­ge­hend, wurde uns aufs Neue bewusst, wie hoch­kom­plex ein Orga­nis­mus ist, um Leben über­haupt erst mög­lich zu machen. Frau Luger gab uns mit ihrem beein­dru­cken­den Wis­sens­ver­mö­gen einen detail­lier­ten Ein­blick in das innere Gesche­hen einer Zelle, wie wir ihn in der Form noch nie bekom­men haben.