Deutsch

Last Update: 08.04.2018

Anstelle einer Ein­führung in das Fach Deutsch aus den Vier­und­vierzig Fragen an den geneigten Leser“ von Michael Ende (1929−1995):

Gibt es Bücher oder Stel­len aus Büch­ern, die ihr Leben ver­ändert haben?

Gehört die Bibel, die von Engeln, Dämonen und Wun­dern berichtet, zur phant­astischen Lit­er­atur?

Gibt es eine Stadt namens Moskau, so wie Tol­stoi sie bes­chreibt, eine Stadt namens Berlin, von der Font­ane erzählt, eine Stadt namens Paris, wie Maupassant sie schildert, wirk­lich, oder hat es sie jemals gegeben? 

Ist das Leiden von tausend Menschen mehr Leiden als das eines ein­zelnen?

Wenn sich unsere Vor­stel­lungen von der Wirk­lich­keit ändern, ändert sich dann auch die Wirk­lich­keit?

Können Sie etwas denken, wofür es kein Wort gibt?

Können sie erklären, was die Wörter schon“ und eben“ bedeu­ten?

Ist Schön­heit eine objekt­ive Tat­sache oder ein sub­jekt­ives Erleb­nis oder ist die Frage über­haupt so falsch ges­tellt?

Wo geschieht das, was zwis­chen einem Leser und seinem Buch vorgeht?

Was ist der Unter­schied zwis­chen einer dich­terischen Fiktion und einer Lüge? 

Wenn ich das Wort Baum“ in Morses­chrift, in got­ischen Let­tern, in Blindens­chrift und im chin­es­is­chen Ideo­gramm vor mir sehe, aber dieser Schriften unkun­dig bin, muss ich da nicht anneh­men, es handle sich um ganz ver­schiedene Dinge?

Wenn Kafka uns mit seinen Romanen das sagen wollte, was seine Inter­preten inter­pretieren, warum hat er’s dann nicht gesagt? 

Was tun Per­sonen in einem Buch, wenn es gerade niemand liest?