Abrahamitische Religionen

Published on 14.05.2020

Die Schüler­Innen der 6E set­zten sich im kath­ol­ischen Reli­gion­sun­ter­richt intensiv in Grup­pen­arbeiten mit den abra­ham­it­ischen Reli­gionen, also mit dem Judentum, Christ­entum und Islam aus­ein­ander. Außer­dem sahen wir uns zu diesem Thema eine Dok­u­ment­a­tion sowie einen Spiel­film an und bereit­eten aus Äpfeln, Nüssen, Man­deln, Zimt und Zucker ein köst­liches Char­os­set, das beim Sedermahl zu Pess­ach als Erin­ner­ung an die Sklaverei in Ägypten gegessen wird, zu. Das Mus sym­bol­isiert den Lehm aus dem die jüdis­chen Sklaven Ziegeln machten.

Um eine Begegnung mit jüdis­chen Jugend­lichen zu ermög­lichen, lud Frau Pro­fessor Windt im Rahmen des Dia­lo­g­pro­jektes „LIKRAT“ zwei junge Menschen in den Unter­richt ein. Am 14. Jänner 2020 wurden wir von zwei jungen Herren mit jüdis­chem Glauben besucht. Sie gaben uns zuerst einen groben Überblick über ihre Reli­gion und dessen ver­schiedenen Glaubens­rich­tun­gen und zeigten uns mit­ge­b­rachte Gegen­stände. Später gingen sie auch auf ihr eigenes Leben ein und ließen uns koschere Mazze (ungesäuertes Brot) und koschere Gum­mibärchen kosten. Es entwick­elte sich eine angeregte Diskus­sion über unter­schied­lich­ste Themen des all­täg­lichen Lebens im Judentum. 

Unge­fähr ein Monat später, am 20. Feb­ruar 2020 machten wir eine Exkur­sion nach Wien. Wir besuchten den jüdis­chen Stadttem­pel im ersten Bezirk. Nach der inform­at­iven Führung besichtigten wir den Juden­platz, der im Mit­telal­ter das Zen­trum der jüdis­chen Gemeinde war. Frau Pro­fessor Windt erklärte uns die Beson­der­heiten dieses Ortes und legte den Schwer­punkt auf das Mahn­mal für die öster­reichis­chen Opfer der Shoah mit Gedenk­s­chrift an die rund 65 000 Juden, die in der Zeit des Nation­al­is­mus erm­or­det wurden sowie auf das Less­ing-Den­k­mal.

Anschließend besichtigten wir die barocke Jesuiten­kirche als Beis­piel für eine kath­ol­ische Kirche und set­zten uns mit dem Kirchen­raum genauer aus­ein­ander.

Zum Abschluss stärk­ten wir uns im Res­taur­ant Inigo“, einem sozioöko­nomis­chen Betrieb der Caritas und des AMS, das lang­zeit­arbeitslosen Frauen und Män­nern beim Wiedere­in­stieg in den Arbeits­markt unter­stützt. Dieser Besuch stim­mte uns auf das näch­ste Thema Gerechtigkeit und Caritas“ ein.

Valentin Griess, Vito Meier 6E