Farsi-Unterricht in der 3E un 3F

Ein Beitrag zu Feier der Menschenrechte

Published on 21.12.2018

Wie es ist, wenn man in einer Sprache unter­richtet wird, die man über­haupt nicht ver­steht und auch nicht lesen kann, eben diese Erfahrung sollte den Schüler­innen und Schülern der 3E und 3F ermög­licht werden. Da sind kun­stvoll geschwun­gene Linien plötz­lich Buch­staben, die je nach ihrer Pos­i­tion am Anfang, in der Mitte oder am Ende des Wortes anders ges­chrieben werden. Ja, da ent­fal­len für die Vokale a“, e“ und o“ sogar die Schriftzeichen völlig.
Im Anschluss an die Klassen­lektüre Das Schick­sal der Sterne“ (Daniel Höra), die Ein­blick ins Leben eines jugend­lichen Flücht­lings gibt, und die darauffol­gende Aus­ein­ander­set­zung mit der Flücht­ling­sthem­atik im Rahmen des Unter­richts besuchte dankenswerter­weise Sasan, ein Stu­dent mit iran­is­cher Mut­ter­sprache, die beiden Klassen. 

Er bra­chte den Kindern einige All­tag­s­phrasen auf Farsi (Per­sisch) bei und sorgte für ein Aha-Erleb­nis, als er das Geheim­nis“ um die von uns ver­wen­deten per­sis­chen Zif­fern lüftete. Eine 90°-Drehung erklärt alles:

Gut im Gedächt­nis bleiben wird wohl auch Tarof“, eine Eigen­heit in der per­sis­chen Kom­munika­tion, wobei die Höf­lich­keit gebi­etet dem Gegenüber Kom­pli­mente, wenn nicht sogar Ges­chenke zu machen. Niemals aber sollte man diese spiel­erischen Höf­lich­keits­flo­skeln für bare Münze nehmen und glauben, dass z.B. der Taxi­fahrer seine Dien­ste wirk­lich kos­ten­los anbi­etet.
Priska Seis­en­bacher und Sabine Szettele