Am 24. Oktober 2025 beschäftigte sich die Klasse 8D im Rahmen eines Lehrausgangs in Wien mit den Themen „Gedenk- und Erinnerungskultur“ sowie „Besatzungszeit und Zweite Republik“.
„Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht.“ sagte der österreichische Kabarettist Fritz Grünbaum, der 1941 im KZ Dachau verstorben ist.
Ganz im Sinne dieses Gedankens stand auch die Orte der Erinnerung, die besucht wurden: das Denkmal für die Opfer der Gestapo am Morzinplatz, das Mahnmal für die österreichischen Opfer der Shoah am Judenplatz, das Holocaust-Mahnmal bei der Albertina sowie das Deserteursdenkmal beim Bundeskanzleramt. Die Mahnmale wurden gemeinsam angesehen, besprochen und reflektiert, wodurch ein Austausch über Erinnerungskultur und die Verantwortung der Gesellschaft für die Vergangenheit entstand.
Eine Antwort auf die Frage, warum wir diese Orte – gerade auch im Schulunterricht – besuchen sollen, kann uns ein Zitat des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker geben: „Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird."
Im zweiten Teil des Lehrausgangs wurde die Ausstellung „Ein Jahrhundert in Bildern“ im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek besucht, die den Schülerinnen und Schülern die Besatzungszeit und die weitere Geschichte der Zweiten Republik näherbrachte.



