Wahlpflichtgegenstände

Was sind Wahl­pflicht­ge­gen­stände?

WPG sind Pflicht­fä­cher, die man nach eige­nem Inter­esse wählen kann, es gibt daher auch eine nor­male“ Beur­tei­lung wie bei jedem ande­ren Pflicht­ge­gen­stand. Die Wahl­pflicht­ge­gen­stände ermög­li­chen es kleine, indi­vi­du­elle Schwer­punkte zu setzen und werden von der 6. bis zur 8. Klasse besucht.

In wel­chem Ausmaß müssen WPG gewählt werden?

In Gym­na­sium und Real­gym­na­sium müssen an unse­rer Schule 6 Wochen­stun­den gewählt werden. Wenn man z.B. ein zwei­jäh­ri­ges WPG in der 6. und 7. Klasse wählt, hat man 4 Stun­den absol­viert.

Arten von Wahl­pflicht­ge­gen­stän­den

Es gibt zwei Grup­pen von Wahl­pflicht­ge­gen­stän­den:

Gruppe I: Zusätz­li­che Wahl­pflicht­ge­gen­stände

Das sind Gegen­stände, die man im Regel­un­ter­richt nicht hatte und nicht hat. Es gibt zwei­jäh­rige oder drei­jäh­rige WPG mit je 2 Wochen­stun­den, also gesamt 4 oder 6 Stun­den. (z.B. mög­li­che wei­tere Spra­che in der Ober­stufe: Spa­nisch, Rus­sisch, Ita­lie­nisch, Fran­zö­sisch)

Gruppe II: Ver­tie­fende Wahl­pflicht­ge­gen­stände

Das sind Gegen­stände, die man am Vor­mit­tag als Regel­fach hat (wie etwa Deutsch oder Physik) und im Wahl­pflicht­ge­gen­stand ver­tieft, sich also inten­si­ver damit befasst. Meist sind das zwei­jäh­rige Wahl­pflicht­ge­gen­stände (6./7. Klasse bzw. 7./8. Klasse) mit je 2 Wochen­stun­den, die gesamt 4 Stun­den erge­ben. In bestimm­ten Fällen ist auch ein ein­jäh­ri­ges WPG mit 2 Wochen­stun­den mög­lich, wenn es der Erfül­lung des Gesamt­stun­den­solls dient. Zu wählen in der 7. oder 8. Klasse (siehe Liste). 

Frei­fä­cher

Wenn mehr als 6 Stun­den gewählt werden, müssen über­zäh­lige Stun­den als Frei­fach (F) gewählt werden. Auch der Besuch als Frei­fach ist nur mög­lich, wenn dieses als WPG von min­des­tens acht Schü­le­rin­nen und Schü­lern gewählt wird. Die Anmel­dung für ein WPG als Frei­fach wird als Wunsch in Evi­denz gehal­ten. Die defi­ni­tive Anmel­dung dazu muss aber unter der Vor­aus­set­zung, dass es vom Stun­den­plan mög­lich ist, am Beginn des jewei­li­gen Schul­jah­res inner­halb der vor­ge­ge­be­nen Frist über den Klas­sen­vor­stand erfol­gen.
Man beginnt mit den Wahl­pflicht­ge­gen­stän­den ent­spre­chend dem Plan in der vor­ge­se­he­nen Klasse. Ein in der 6. Klasse begon­ne­ner drei­jäh­ri­ger Wahl­pflicht­ge­gen­stand muss die ganzen drei Jahre besucht werden. 

IB Kurse, die als Wahl­pflicht­fä­cher ange­bo­ten werden

Es gibt IB-Kurse, die als Wahl­pflicht­ge­gen­stand geführt werden (z.B. Film, Euro­pean Stu­dies). Diese werden auf Eng­lisch abge­hal­ten.

Wann kommt ein Wahl­pflicht­ge­gen­stand zustande?

Wenn sich min­des­tens 8 Teil­neh­mer anmel­den. Die WPG werden jahr­gangs­über­grei­fend geführt. Alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler, deren Wahl­pflicht­ge­gen­stand nicht zustande kommt, müssen erneut wählen. 

Wahl­pflicht­ge­gen­stand und Rei­fe­prü­fung

Alle WPG (zusätz­lich und ver­tie­fend), die min­des­tens vier Wochen­stun­den besucht wurden, können für die münd­li­che Rei­fe­prü­fung als eigen­stän­di­ges Prü­fungs­fach gewählt werden.
2 bzw. 4-stün­dige Wahl­pflicht­ge­gen­stände können auch als Ergän­zung zu einem dazu gehö­ri­gen Pflicht­ge­gen­stand her­an­ge­zo­gen werden, wenn die Summe Wochen­stun­den der zur münd­li­chen Prü­fung gewähl­ten Fächer die gefor­derte Anzahl der Unter­richts­stun­den nicht erreicht (10 Stun­den bei zwei Prü­fun­gen, 15 Stun­den bei drei Prü­fun­gen).

Die Min­dest­an­zahl der Wochen­stun­den kann durch Ergän­zung des ent­spre­chen­den ver­tie­fen­den WPGs zu dem dazu­ge­hö­ri­gen Pflicht­ge­gen­stan­des erreicht werden. 

Zum Bei­spiel: Chemie (4 WSt.) + PUP (4 WSt.) sind ohne WPG zu wenig, also + WPG PUP (4 Std.) = 12 Stun­den!

Leis­tungs­fest­stel­lung und Leis­tungs­be­ur­tei­lung

Wahl­pflicht­ge­gen­stände sind Pflicht­fä­cher. In Hin­blick auf das Auf­stei­gen und mög­li­cher Wie­der­ho­lungs­prü­fun­gen werden die WPG wie Pflicht­ge­gen­stände behan­delt. In den WPG sind münd­li­che Prü­fun­gen und Haus­übun­gen zuläs­sig, aller­dings keine Schul­ar­bei­ten. Wenn eine Klasse wie­der­holt werden muss, der WPG im Jahr des Wie­der­ho­lens aber nicht geführt wird, muss der WPG gewech­selt werden.