Aktionstag der 1. Klassen
© David Jablonski

Mediation

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Was ist Mediation?

Im Rahmen einer Mediation unterstützen ausgebildete und unparteiische SchülerInnen (sogenannte MediatorInnen) andere SchülerInnen dabei, ihre Konflikte zu bearbeiten und im besten Falle zu lösen. Ziel ist ein strukturiertes und faires Gespräch bei dem die Konfliktparteien zu einer für sämtliche Parteien akzeptablen Lösung kommen.

Wichtig für die Peer-Mediation ist das Einverständnis beider Konfliktparteien. Niemand wird zu einem Mediationsgespräch gezwungen, da der beidseitige Wunsch zur Konfliktlösung entscheidend ist.

Ein Mediator stellt dabei keineswegs einen Richter dar (schließlich ist Mediation kein Wettkampf), sondern treibt lediglich das Gespräch voran und versucht dabei keine Partei besser oder mächtiger dastehen zu lassen. Inhaltlich hält sich ein Mediator aus dem Gespräch heraus und bezieht selbstverständlich keine Stellung. Schlussendlich sind es die Konfliktparteien, die eine Vereinbarung treffen sollen und somit, mit der Unterstützung des Mediators, das Problem lösen. Darüber hinaus werden sämtliche Informationen vertraulich behandelt und bleiben geheim.

Die UÜ Mediation

An unserer Schule wird Peer Mediation im Rahmen einer unverbindlichen Übung angeboten. Die Aufgaben der MediatorInnen sind vielseitig. Eine der Hauptaufgaben der MediatorInnen besteht im so genannten Mentoring der ersten Klassen. Dies bedeutet, dass alle Teilnehmer der unverbindlichen Übung einer ersten Klasse zugeteilt werden. Sie besuchen ihre Klasse in regelmäßigen Abständen (ca. alle 3 Wochen) in den sozialen Lernstunden, um mit ihnen zu arbeiten, mit ihnen zu spielen, ihnen bei der Umstellung auf das Gymnasium zu helfen, ihnen in Konfliktsituationen zur Seite zu stehen und ähnliches.

Ein weiterer großer Aufgabenbereich der MediatorInnen stellt die Konfliktmediation dar. Unsere ausgebildeten PeermediatiorInnen stehen bei der Bearbeitung von Konfliktsituationen zur Seite und sind darum bemüht, den Konfliktparteien auf ihrem Lösungsweg zur Seite zu stehen.

Um an der unverbindlichen Übung Mediation teilzunehmen, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein. Einerseits muss man bereits Schüler der Oberstufe (5. bis 8. Klasse) sein und andererseits ist es notwendig, eine Ausbildung in Peer Mediation zu durchlaufen. Diese findet jährlich an einem Wochenende im September im Seminarzentrum in Raach am Hochgebirge statt. An diesem Wochenende werden die neuen MediatorInnen ausgebildet und mit theoretischen und praktischen Tools versorgt, die ihnen die Teilnahme an der unverbindlichen Übung ermöglichen. In diesem Sinne ist die Teilnahme am Ausbildungswochenende für neue MediatorInnen verpflichtend und für erfahrenere MediatorInnen sehr empfehlenswert.

In den 1. Klassen

Da der Wechsel von der Volksschule ins Gymnasium oft eine große Herausforderung für Eltern wie für Kinder gleichermaßen darstellt, hilft unser Mediationsteam den ersten Klassen, diesen Umstieg leichter zu machen und ist darum bemüht, dass sich in den jeweiligen Klassen eine gute Gemeinschaft bildet. In diesem Sinne werden jeder ersten Klasse drei bis fünf Mediatoren zugeteilt, die regelmäßig in der sozialen Lernstunde die Klasse besuchen, um mit den SchülerInnen verschiedene Aktivitäten zur Gruppenbildung durchzuführen. Ebenfalls können die Mediatoren zur Konfliktbearbeitung herangezogen werden, sollte dies notwendig sein.

Womit wir arbeiten:

  • Interaktive Spiele zum Kennenlernen
  • Übungen zur Gemeinschaftsbildung
  • Vertrauensaufbau durch gemeinsame Aktionen
  • Begleitender Einstieg in unser Gymnasium
  • Bildung einer neutralen Gesprächsbasis mit den Mediatoren
  • Auch der Aktionstag der 1. Klassen fällt in das Aufgabengebiet der MediatorInnen. Dort wird jährlich, der von Herr Prof. Zessner organisierte Tag, der spielerischen Förderung der Klassengemeinschaft gewidmet. Die MediatorInnen begleiten „ihre“ ersten Klassen dabei, um sie näher kennen zu lernen und sie dabei zu unterstützen ein Team zu werden.

Mediatoren

Peers sind gleichaltrige, gleichgesinnte, Menschen aus der gleichen Gruppe, den SchülerInnen unserer Schule. Warum werden sie als MediatorInnen eingesetzt? Ganz einfach, weil ihnen die SchülerInnen aufgrund des sich gleichenden Alters meist schneller ihr Vertrauen schenken und ihnen auch lieber ihre Probleme anvertrauen als den LehrerInnen oder sogar ihren Eltern.

Konflikte gehören meist zu der Art von Angelegenheiten, die gleichgesinnte SchülerInnen besser verstehen und nachvollziehen können, da sie vielleicht sogar selbst mal in der selben Situation gesteckt sind und Erfahrungen darin gesammelt haben.

Die Mediatoren des Schuljahres 2017/18 werden demnächst hier verfügbar sein.

Raach-Seminar

Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres werden die Koffer gepackt und das Seminarzentrum in Raach am Hochgebirge unsicher gemacht.“Raach am Hochgebirge“ ist eine kleine Gemeinde mit 293 Einwohnern an der Grenze zwischen der Buckligen Welt und des Semmeringgebietes in Niederösterreich. Innerhalb dieser drei Tage werden die neuen Mitglieder zum Mediator ausgebildet. Grundwissen, Rollenspiele und schließlich auch der richtige Umgang mit Kindern werden den Schülern auf den verschiedensten Arten vermittelt und gelehrt.

Gemeinsam mit den schon praktizierenden Mediatoren werden Rollenspiele durchgeführt um den Umgang mit den verschiedensten Konfrontationen zu erlernen und gleichzeitig zu üben. Doch für zwischendurch werden auch Gemeinschaftsspiele gespielt, die für die sozialen Lernstunden in den 1.Klassen verwendet werden können.

Bei köstlichem Essen und schönen Zimmern vergehen die drei Tage jedes Mal viel zu schnell. Aber auch eine Fackelwanderung bei Nacht, die sich mittlerweile zu Tradition entwickelt hat, darf nicht fehlen und ist immer fix im Programm miteingeplant!

Alles in allem ist das Ausbildungswochenende immer ein voller Erfolg und die Mediatoren freuen sich von Jahr zu Jahr mehr auf unseren kleinen gemeinsamen Ausflug nach Raach.