Latein

Letzte Aktualisierung: 08.04.2018
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Benh LIEU SONG

Brücke zu ande­ren Spra­chen
Brücke zu Kunst und Kultur
Brücke zu den großen Themen der Mensch­heit

Wis­sens­bil­dung, Mei­nungs­bil­dung und Her­zens­bil­dung – zu diesen drei Zielen huma­nis­ti­scher Bil­dung leis­tet ein moder­ner Latein­un­ter­richt wert­volle Bei­träge: Latein ist mit keinem ande­ren Schul­fach – mit Aus­nahme von Grie­chisch – ver­gleich­bar und ver­steht sich nicht als Kon­kur­renz zu leben­den Fremd­spra­chen.

Auf ein­zig­ar­tige Weise ver­bin­det es Spra­che und Kultur, Geschichte und Geschich­ten, Wis­sen­schaft und Kunst. Mit Recht wird Latein als euro­päi­sches Grund­la­gen­fach“ bezeich­net, arbei­tet es doch vielen Fach­rich­tun­gen und Spra­chen – nicht zuletzt der Mut­ter­spra­che – zu: tief­grei­fen­des Ver­ständ­nis für sprach­li­che Struk­tu­ren, umfas­sen­des geschicht­li­ches und kul­tu­rel­les Wissen sowie eine sorg­fäl­tige und genaue Arbeits­weise sind die erwünsch­ten Neben­wir­kun­gen“ der Beschäf­ti­gung mit latei­ni­schen Texten.

Bereits im Ele­men­tar­un­ter­richt werden nicht nur gram­ma­ti­ka­li­sche und lexi­ka­li­sche Grund­la­gen ver­mit­telt: Von Anfang an spie­len Kul­tur­kunde und Geschichte eine große Rolle. Dabei ent­de­cken wir nicht nur inter­es­sante Details aus dem All­tags­le­ben des anti­ken Men­schen und lernen unsterb­li­che Mythen kennen; in einem ste­ti­gen Pro­zess können wir das Werden und Wach­sen Euro­pas aus seinen anti­ken Wur­zeln nach­voll­zie­hen und in der Folge unsere eigene kul­tu­relle Iden­ti­tät besser begrei­fen.

Über zwei Jahr­tau­sende hinweg beglei­ten uns auch die unglaub­lich viel­fäl­ti­gen Texte ver­schie­dens­ter Auto­ren aus allen Epo­chen: sei es die Schil­de­rung der Schlacht von Mara­thon oder Eras­mus von Rot­ter­dams Aufruf zum Frie­den in Europa, die Ostar­ri­chi-Urkunde oder die Magna Carta, Ame­rigo Vespuc­cis Bericht von der Ent­de­ckung der Neuen Welt oder Koper­ni­kusʾ Beschrei­bung des helio­zen­tri­schen Welt­bilds, um nur einige wenige Bei­spiele zu nennen. Sie werden im the­men­zen­trier­ten Lite­ra­tur­un­ter­richt gele­sen, bear­bei­tet und inter­pre­tiert und in der Ori­gi­nal­spra­che auf eine Art leben­dig, wie es mit keiner Über­set­zung mög­lich ist. Und immer wieder werden wir in Poesie und Prosa mit essen­ti­el­len und zeit­los aktu­el­len Themen kon­fron­tiert: Leben und Tod, Liebe und Leid, Krieg und Frie­den. Mit­tel­punkt ist dabei stets der Mensch.


Facts­heet

Gym­na­sium

ver­pflich­tend
ent­we­der ab der 3. Klasse (sechs­jäh­ri­ges Latein = L6)
oder ab der 5. Klasse (vier­jäh­ri­ges Latein = L4

Real­gym­na­sium

alter­na­ti­ver Pflicht­ge­gen­stand ab der 5. Klasse (L4)

Ele­men­tar­un­ter­richt: L6: 3. + 4. Klasse; L4: 5. Klasse und 1. Sem. 6. Klasse
Lek­tü­reun­ter­richt: L6: 14 The­men­mo­dule; L4: 8 The­men­mo­dule
u.a.: Schlüs­sel­texte der Euro­päi­schen Geis­tes- und Kul­tur­ge­schichte“, Liebe, Lust und Lei­den­schaft“, Der Mythos und seine Wir­kung“, Begeg­nung und Umgang mit dem Frem­den“, Rhe­to­rik, Pro­pa­ganda, Mani­pu­la­tion“ u.v.m.

Es ist mög­lich, aber nicht ver­pflich­tend, in Latein im Rahmen der stan­dar­di­sier­ten kom­pe­tenz­ori­en­tier­ten Rei­fe­prü­fung schrift­lich und/​oder münd­lich zu matu­rie­ren.